Daten und interessante Fakten über den Panamakanal
Überraschende Zahlen
- Gesamtlänge: 82 Kilometer (51 Meilen) von Ozean zu Ozean.
- Schnellste Durchfahrt: Das Tragflügelboot „Pegasus“ der US-Marine durchquerte den Kanal 1979 in 2 Stunden und 41 Minuten.
- Langsamste Durchfahrt: Bei Wartungsarbeiten kann die Durchfahrt bis zu 30 Stunden dauern.
- Höchste jemals gezahlte Gebühr: Über 1,2 Millionen US-Dollar, entrichtet von einem Neopanamax-Containerschiff im Jahr 2024.
- Niedrigste Gebühr: 0,36 US-Dollar, gezahlt von Richard Halliburton, der den Kanal 1928 durchschwamm (als einziger Mensch – er benötigte dafür 10 Tage und schwamm insgesamt 50 Stunden in 10 Etappen).
- Tägliche Schiffsfrequenz: Täglich passieren zwischen 35 und 40 Schiffe den Kanal.
- Getötete Arbeiter während des Baus: Etwa 5.600 während der amerikanischen Ära (1904–1914) und etwa 22.000 während des französischen Versuchs (1881–1889).
- Aushubmenge: Mehr als 200 Millionen Kubikmeter – genug, um eine Nachbildung der Chinesischen Mauer von San Francisco nach New York zu errichten.
- Verwendeter Beton: Allein für die ursprünglichen Schleusen mehr als 3,4 Millionen Kubikmeter.
Aufzeichnungen und historische Daten
- Das millionste Schiff: Der Massengutfrachter Fortune Plum durchfuhr den Kanal am 4. September 2010 als millionstes Schiff.
- Erste Durchfahrt: Das Dampfschiff Ancón am 15. August 1914.
- Durchfahrt im Jahr 2000: Punkt 12:00 Uhr mittags am 31. Dezember 1999 – als die Welt das neue Jahrtausend feierte – durchfuhr das Schiff Universe Explorer den Kanal und markierte damit die symbolische Übergabe an Panama.
- Der teuerste Kanal aller Zeiten: Die Baukosten beliefen sich 1914 auf 375 Millionen US-Dollar (heute inflationsbereinigt mehr als 10 Milliarden US-Dollar).
- Streckenersparnis: Ein Schiff, das von New York nach San Francisco fährt, spart durch die Nutzung des Kanals anstelle der Umrundung von Kap Hoorn rund 14.000 Kilometer.
Faszinierende Kuriositäten
- Schiffe zahlen nach Gewicht, nicht nach Zeit: Die Gebühren werden anhand der Nettoraumzahl (der Ladekapazität) des Schiffes berechnet, nicht anhand der Durchfahrtszeit.
- Der Kanal wird mit Süßwasser betrieben, nicht mit Salzwasser: Dies ist ein entscheidender Unterschied zum Suezkanal. Das Wasser stammt ausschließlich aus Regenwasser, das im Einzugsgebiet des Kanals gesammelt wird. Daher stellen die Trockenzeiten eine betriebliche Herausforderung dar.
- Die „Maultiere“ sind keine Tiere: Die Elektrolokomotiven, die die Schiffe durch die Schleusen leiten, werden zu Ehren der Tiere, die ursprünglich Lastkähne auf den Treidelpfaden zogen, als „Maultiere“ bezeichnet.
- Verwirrende Richtung: Aufgrund der Ost-West-Ausrichtung der Landenge fährt ein Schiff, das vom Pazifik zum Atlantik fährt, tatsächlich in nordwestlicher Richtung. Die Sonne geht über dem Pazifik auf und über dem Atlantik in Panama unter.
- Brücke der Amerikas: Sie wurde 1962 eröffnet und war bis zum Bau der Centennial Bridge im Jahr 2004 die einzige Brücke, die die beiden Hälften des amerikanischen Kontinents verband.
- U-Boote im Kanal: US-amerikanische Atom-U-Boote durchfahren den Kanal regelmäßig, jedoch stets nachts und unter strengen Sicherheitsvorkehrungen.
- Biodiversität: Das Einzugsgebiet des Kanals beherbergt über 2.500 Pflanzenarten, 500 Vogelarten und 100 Säugetierarten – es ist ein ebenso wichtiger Biotop-Korridor wie Schifffahrtsweg.